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Absinth! Mythos der Vergangenheit - Kultgetränk der Gegenwart.
Der erste Cocktail der Welt war ein Absinth-Cocktail und hieß Sazerac.
Sein Erfinder, der Franzose Antoine Peychaud, experimentierte in New Orleans mit verschiedenen
Mixgetränken und servierte diese Freunden in Eierbechern. Die Amerikaner konnten aber das französische
Wort für Eierbecher (coquetier) nicht richtig aussprechen. So wurden die Drinks von Peychaud bald Cocktails genannt.
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| Sazerac |
Zutaten:
- 6 cl Whisky,
- 2 cl Absinth,
- 1 Teelöffel Zucker,
- 3 Tropfen Angostura.
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| Den Absinth in ein vorgekühltes Glas geben. Das Glas so schwenken, dass der Absinth die gesamte Innenseite benetzt. Whisky,
Zucker u. Angostura mit Eis in den Shaker geben, gut schütteln und durch den Strainer abgießen.
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Artemisis Absinthium
Weit reicht sie zurück, die Geschichte der Absinthpflanze, artemisis absinthium.
In der griechischen Mythologie war sie beispielsweise der Göttin der Fruchtbarkeit, Artemis, geweiht und hatte große Bedeutung in der gynäkologischen Volksmedizin sowie als Liebesmittel. Bereits die alten Griechen kannten die euphorische Wirkung von speziellen Wermutzubereitungen.
Aber es wird noch mystischer, denn in der biblischen Apokalypse (ca. 95 n. Chr.), auch als das 5. Element bezeichnet, beschreibt Johannes im 8. Kapitel das 7. Siegel.
Dort heißt es, "...ein großer Stern mit dem Namen Absinth fiel vom Himmel und fiel auf den dritten Teil der Wasserströme und Brunnen, so dass sie bitter wurden."
Verlaine, Rimbaud, Baudelair, Wilde...
Künstler, Intellektuelle und Bohemiens schienen Absinth besonders zu huldigen. Sie
tranken ihn nicht nur zu jeder Gelegenheit, sondern experimentierten auch
mit seiner Wirkung und ließen sich vom Rausch inspirieren bzw. gaben sich den Wahrnehmungsveränderungen hin.
Zu den bekanntesten Absinthtrinkern bzw. Absintheuren zählten u. a. Paul Marie Verlaine, Arthur Rimbaud, Charles Baudelair, Oscar Wilde, Maignan, Edgar Degas, Vincent van Gogh u. Pablo Picasso
Es wird behauptet, die französischen Impressionisten schienen mehr Absinth als Sauerstoff im Blut zu haben, und
Picassos "blaue Periode" sei nachhaltig von Absinth geprägt, wie auch die "gelbe" von Van Gogh.
Aber auch Dichter wurden schon immer von Absinth inspiriert:
- Charles Baudelair stellte fest, dass Absinth gut gegen Schreibhemmung wirkte: "Die toten Wörter stehen auf und sind aus Stein und Bein".
- Oscar Wilde beschrieb mit blumigen Worten drei Phasen des Absinth-Trinkens oder verglich auch den Sonnenuntergang mit der Wirkung des Absinth.
Absinth ist nicht Absinth
Tschechischem Absinth wurde auf Grund nationaler Geschmacksvorlieben weniger Anis beigefügt, wie
beispielsweise dem Absinth in Frankreich oder auch der Schweiz. Dies führt dazu, dass die Verfärbung
zum milchig trüb ausbleibt oder aber nur bei sehr kaltem Wasser eintritt. Was letztlich aber keinen Grund darstellt, an
der Orginalität des Absinth zu zweifeln. Die Rezeptur entspricht absolut der des schweizer Absinth. Lediglich der Anteil von Anis ist minimiert.
Absinth zubereiten
Zunächst werden ca. 2 cl Absinth in ein Glas gegeben;
Ein Teelöffel wird mit Kristallzucker gehäuft und so in den Absinth getaucht, dass der Zucker auf dem Löffel bleibt und sich mit Absinth vollsaugt.
Nun entzünden Sie den Zucker. Dieser karamelisiert durch die Verbrennung. Der Absinth im Glas soll dabei nicht brennen! Dünnwandige Gläser erhitzen dabei sehr schnell und können sogar zerbrechen.
Nachdem die Flamme erloschen ist, verrühren Sie den Zucker im Absinth und verdünnen diesen zusätzlich mit eiskaltem Wasser ungefähr 1/1.
Mittels Wasser und Zucker, den Sie individuell zugeben oder auch sparen, mischen Sie ihre eigene Geschmacksnote.

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